| Quärschnittlähmung bezeichnet ein Lähmungsbild, das aus einer unvollständig oder vollständigen Schädigung des Rückenmark-Qürschnittes resultiert. Unfälle mit einer Bruchverletzung der Wirbelsäule stellen nach wie vor die Hauptursache neben Erkrankungen und Tumoren dar. Durchschnittlich ist mit jährlich etwa tausend unfallbedingten Qürschnittlähmungen in der Bundesrepublik zu rechnen, wovon etwa 60 Prozent eine Schädigung des Halsmarkes erleiden.
Paraplegie bedeutet, je nach Lage der Rückenmarksverletzung, Lähmung der Rumpf- und Beinmuskulatur sowie den Verlust des Empfindungsvermögens für Berührung, Schmerz, Temperaturen und Lagesinn. Zusätzlich sind Darm-, Blasen- und Sexualfunktion gestört. Bei einer Lähmung in Folge einer Halswirbelsäulenverletzung spricht man von einer Tetraplegie (von griechisch: tetra = vier; Plegie bedeutet Lähmung der Muskulatur) Die Tetraplegie ist eine Form der Qürschnittlähmung, bei der alle vier Gliedmaßen, also Beine und Arme von der Lähmung betroffen sind. Je nach dem welcher Halswirbel verletzt wurde ist der Ausfall der Armmuskulatur mehr oder weniger stark ausgeprägt. Ab einer Bruchhöhe des 5. Halswirbels (C5) sind z.B. die Armbeuger (Bizeps) noch funktionsfähig. Die Armstrecker (Trizeps) sind erst bei einem Bruch unterhalb des 6. Halswirbels (C6) aktiviert. Rumpf- und Beinmuskulatur fehlen auf jeden Fall komplett. Allen Tetraplegikern ist gemein, dass sie entweder keine oder nur eingeschränkte Fingerfunktion haben. Zusätzlich ist auch das vegetative Nervensystem durch eine Verletzung im Halswirbelbereich nur noch eingeschränkt funktionsfähig. Dies hat zur Folge dass sich der Puls nur noch knapp über 100 Schläge pro Minute erhöht. Im Normalfall reagiert der Körper auf Belastung durch Erhöhung der Herzfreqünz, auf ca. 180-200 Schläge pro Minute, um den erhöten Saürstoffbedarf des Körpers zu decken. Schwitzen ist auch nicht mehr möglich. Dies kann natürlich unter großer Belastung bei hohen Temperaturen schnell gefährlich werden wenn man sich nicht regelmäßig abkühlt. |
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