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Was ist Vampirismus
Sicher hat ein jeder unter euch schon mal Dracula gesehen oder gelesen. Doch was steckt hinter der ganzen Faszination über das Thema Vampire? Gerade in der "Gothic-Szene" beschäftigen sich viele mit diesem mystischen Thema. Manche gehen sogar so weit, das sie selber glauben echte Vampire zu sein. Andere widerum leben ihre Phantasie in Rollenspielen aus. Es scheint, als sei die Faszination zum Thema Vampirismus ungebrochen. Deshalb möchte auch ich hier ein paar Seiten zum Thema beitragen. Diese Informationen habe ich aus den Weiten des WWW zusammen getragen.

Ich hoffe doch, das mich jetzt kein Vampir heimsucht und mich zum selbigen macht (grins). Andererseits wieder wäre es eine interessante Erfahrung, was ständen einem alles für Möglichkeiten offen.

Wer weiß das schon.
Ein kurzer Einblick zum Thema
Reisende aus dem 16. Jahrhundert beschrieben in ihren Reiseberichten aus Trannsylvanien, das heutige Siebenbürgen, von Geschöpfen die weder tot noch lebendig waren. Nachts kamen sie aus ihren Verstecken und ernährten sich von Menschenblut. Diese Wesen hatten verschiedene Namen: Vurculac oder Wampyr wurden sie in Siebenbürgen, in den Karpaten, in der Walachei und aus benachbarten Gebieten des Balkans genannt. In Litauen nannte man sie Vaidilas. Bei den Slawen hießen sie, je nach Gegend, Mahr oder Zmora. So viele Namen der Vampir auch hatte, so verschieden war auch sein Äusseres. Die populärste Beschreibung kommt wieder aus Siebenbürgen. Dort soll er totenblasse Haut gehabt haben, dazu blutrote Lippen und lange Fingernägel. Sonst soll seine Erscheinung hypnotisch und anziehend gewesen sein. In Rußland hatten sie ein violettes Gesicht. In Bulgarien atmeten sie nur durch ein Nasenloch und, in Bayern hatten sie beim Schlafen immer das linke Auge geöffnet. In Brasilien hatten Vampire plüschbedeckte Füße, in Albanien sollen sie sogar hochhackige Schuhe getragen haben. In Amerika trank der Vampir nicht mit dem Mund sondern mit der Nase, und in Mexico hatte er einen fleischlosen Schädel. Trotz all´ dieser, manchmal ekelhaften Merkmale, war eines für jeden von ihm sicher, er soll vor vollkommener Schönheit gestrahlt haben.

Bauern beobachteten wie sich diese Geschöpfe in Wölfe, Fledermäuse und ahnlich Getier, ja sogar Nebel verwandelt haben. Vampire sollen die Herrschaft über den Wind und alle nächtlichen Geschöpfe haben.

Wie aber vermehren sich Vampire? Bekannt ist ja, daß wenn man von einem Vampir gebissen wird und dann von seinem Blut kostet unmittelbar die Verwandlung einsetzt Aber nicht nur diese Methode macht den Menschen zum Vampir. Eine schwarze Katze die über eien Leiche springt soll diese zum ewigen nächtlichen Umherwandern verdammen. Auch reichte schon oft ein böser Blick auf eine schwangere Frau um das Baby zum Untoten zu machen. Auch schlechte und böse Menschen wurden zum Vampir.

Die Krankheit Porphyria erythropoetica unterstützte den Vampirglauben sehr. Diese Krankheit tauchte vor allem im Mittelalter auf. Personen die erkrankt waren bekamen in der Sonne blutige Risse, und mussten diese deswegen meiden. Um den Blutverlust auszugleichen, wurden sie von den Ärzten beauftragt Rinderblut zu trinken.

Die Menschen dachten sich immer mehr Arten aus die Nachtschwärmer zu vernichten oder wenigstens sie zu vertreiben. Tagsüber, so glaubte man, war man vor ihnen sicher. Kalk, Knoblauch, Weihwasser und Cruzifixe sollen eine abschrekende Wirkung haben, dies aber allerdings auch nur bei jungen Vampiren. Ein Pfahl durchs Herz, das Abtrennen des Kopfes oder beschießen mit Silberpatronen sollen sie vernichten. Um den Vampir zu erlösen und seine Seele zu retten trennte man ihm ebenfalls den Kopf ab. Einen schlafenden Vampir konnte man angeblich auch erledigen, indem man ihm kochendheißes Wasser ins Grab schüttete.

Anfang des 19. Jahrhunderts widmeten Dichter ihr Können den so faszinierenden Vampiren. So z.B. Nikolai Gogol, Leo Tolstoi, E.T.A. Hoffmann und Prosper Merimee. Der Vampirkult den man heute kennt setzte in England vor allem durch den Roman Varney the vampire ein. 1897 schrieb der Ire Bram Stoker seinen weltberühmten Roman Dracula. Als Vorbild für seinen Titelhelden hatte Stoker wohl den Rumänen Vlad Tepes auch Woiwoden Vlad V. Er herrschte 1452 bis 1462 über die Walachei. Er hatte den Beinamen Vlad der Pfähler. Als Kind von den Türken gefangengenommen entwickelte er später im Krieg gegen sie barbarische Rituale um sich an ihnen zu rächen. Er soll weit über 40 000 Menschen alleine durch Pfählen umgebracht haben.

Im Laufe der Zeit kamen die Vampire dann zum Film, es gibt wohl kein Kind welches noch nicht vom Grafen Dracula gehört hat.....

Berühmte Blutsauger der Geschichte
Der bekannteste Vampir dürfte wohl ohne Zweifel die Hauptperson aus Bram Stokers Grundlagenwerk "Dracula" sein. Der unheimliche Graf geht auf eine nicht minder unheimliche Figur aus der rumänischen Geschichte zurück: Vlad Tepes, geboren 1431 in Sighisoara. Er war der Sohn Vlad Draculs, eines transylvanischen Militärgouverneurs. Daher stammt auch der Name Dracula: er bedeutet "Sohn Draculs".Draculas Jugend wurde durch politische Intrigen und Kämpfe gegen die Türken geprägt, in die sein Vater verwickelt war. Nach der Ermordung seines Vaters und seines ältesten Bruders strebte Darcula nach Rache - und der Herrschaft über die Wallachei. Nach Erreichung dieses Zieles 1459 hatte sich Dracula einen Ruf als grausamer Kriegsherr aufgebaut. Er ließ Menschen in jeder nur erdenklichen Weise foltern - sein Liebstes war es jedoch, den Delinquenten zu pfählen. So bedeutet sein Beiname "Tepes" soviel wie "Der Pfähler". Er wurde 1476 ermordet.

Eine weitere bekannte "Vampirin" ist Elizabeth Bathory (1560 - 1614). Die "Blutige Gräfin" glaubte, das Blut junger Frauen würde ihr ewige Jugend verschaffen. Die Opfer waren hauptsächliche ihre Zofen, die sie auf sadistische Weise quälte und tötete. Gräfin Bathory trank das Blut nicht nur, sondern badete und duschte auch darin. Wie viele Jungfrauen sie genau ermordete, ist nicht bekannt. Die Schätzungen reichen von 50 bis zu mehreren Hundert.1610 wurde ihr grausiges Treiben entdeckt. Die Komplizen der Gräfin wurden hingerichtet, sie selbst mauerte man in ihrem Schlafzimmer ein. Dort lebte sie noch vier Jahre, bis die Wachen, die ihr Nahrung durch ein Loch in der Wand reichten, eines Tages ihre Leiche erspähten. Das Leben und Morden Elisabeth Bathory's lieferte Stoff für mehrere Vampirfilme, zum Beispiel "Countess Dracula" (1971), "Blood Castle" (1972) oder "Ceremonia Sangrienta" (1972).

Jüngeren Datums ist die grausige (aber wahre) Geschichte von John Haigh, dem "Vampir von London"(1910 bis 1949). Seine Fixierung auf das Bluttrinken wird zumindest zum Teil auf seine freudlose Kindheit in einem religiös-fanatischen Elternhaus zurückgeführt. Infolge dessen war er unfähig, echte soziale Bindungen einzugehen und brachte stattdessen neun Personen um, trank ihr Blut und löste die Leichen in Schwefelsäure auf. Daher rührt auch der zweite Spitzname Haighs: der "Säuremörder".Zu Haighs vampireskem Ruf trug sein Verhalten nach seiner Verhaftung noch bei. Im Gegensatz zum durchschnittlichen Serienmörder fehlte seinen Taten jeglicher sexuelle Bezug. Außerdem zeigte er keinerlei Anzeichen von Reue oder auch nur menschlichen Regungen. Stattdessen beschrieb er alle seine Verbrechen klar und detailliert. Er wurde zum Tode verurteilt und gehängt.

Über den Serienmörder Fritz Haarmann gibt es ein "Kinderlied": "Warte noch ein kleines Weilchen - dann kommt Haarmann auch zu Dir - und mit seinem Hacke-Hackebeilchen macht er Blutwurst dann aus Dir..." Die Namen, die ihm die Bevölkerung gab, waren "Der Schlächter von Hannover" und "Der Vampir von Hannover".Anders als Haigh waren Haarmanns Taten eindeutig Auswüchse einer gestörten (oder eher zerstörten) Sexualität. Schon als junger Mann verbrachte er wegen Kinderschändung einige Zeit in einer Anstalt, später in einem Gefängnis. Nach 1919 begann er, seine Obsessionen in der Ermordung kleiner Jungen auszuleben. Er tötete sie, indem er ihre Kehlen durchbiß.

Weit bekannter ist jedoch, daß Haarmann zusammen mit seinem Komplizen Hans Grans Teile der Leichen in seiner Metzgerei ahnungslosen Kunden als Rindfleisch verkaufte, worauf auch das obige Zitat anspielt. Er wurde nach über 40 Morden gefaßt und auf eigenen Wunsch im Jahr 1925 geköpft.

Blutsauger in Büchern und Geschichten
Bram Stokers "Dracula" von 1897, die Geschichte des transylvanischen Grafen, der von einer Gruppe britischer Amateur-Vampirjäger um Doktor Abraham Van Helsing zur Strecke gebracht wird, gilt als absolute Grundlage der Vampirliteratur. Etwas weniger bekannt ist der geheimnisvolle Lord Ruthven, eine Gestalt aus der Feder von John Polidori ("The Vampyre", 1819). Polidori war der erste, der die Schreibweise "Vampyr" verwendete, die in den heutigen Nächten von den "wirklichen" Vampiren verwendet wird. Seine Geschichte basiert auf einer Idee von Lord Byron, einem der großen Dichter des 19. Jahrhunderts. Sie handelt von einem jungen Mann namens Aubrey, der die wahre Natur Lord Ruthvens zwar erkennt, die Zerstörung seiner Familie durch den blutsaugenden Edelmann jedoch nicht verhindern kann. Die Tragik der großen Gefühle im Angesicht von Tod, Blut und Verfall ist heute immer noch einer der Grundstoffe für vampireske Träume.

Als drittes Beispiel für die literarischen Vampire des 19. Jahrhunderts sei an dieser Stelle der Roman "Carmilla" von Joseph Sheridan Le Fanu (1872) genannt. Auch dieses Werk inspirierte viele spätere Vampiradaptionen. Das Besondere an "Carmilla" ist, daß es die blutsaugende weibliche Hauptperson auf ein ebenfalls weibliches Opfer abgesehen hat. Man geht allgemein davon aus, daß zwischen den Zeilen eine lesbische Beziehung zwischen den beiden abläuft.

Die Autoren des 20. Jahrhunderts haben den Vampir um viele Dimensionen bereichert. Insgesamt ist es heutzutage natürlich einfach, die erotischen Qualitäten (wobei sich "Qualität" durchaus von "Qual" ableitet) des Vampirs zu erforschen. Besonders berühmt für dieses Ansatz ist Anne Rice mit ihren Vampir-Chroniken um den Vampir Lestat und seine Freunde und Bekannte. Ihr erstes Werk - "Interview mit einem Vampir", 1976 - das aus der Sicht von Louis, einem von Lestat erzeugten Vampir, seine persönliche Entwicklung erzählt, stellt einen Wendepunkt in der Vampirliteratur dar. Zum ersten Mal wird der Leser in das Innere des Blutsaugers versetzt - und siehe da: der Vampir taugt zu mehr als nur zu einem übermächtigen Feind. Große Gesten und düstere Herz-Schmerz-Konflikte bekommen ein völlig neues Gewicht, wenn die Hauptperson unsterblich und auf einen regelmäßigen "Blut-Fix" angewiesen ist. Eine Vorliebe für ästhetisierte Gewalt und deutliche Sexszenen hat Poppy Z. Brite. Zwar beschränkt sie sich nicht auf den blutsaugenden Schönen, doch ihr Roman "Lost Souls" zeigt, wie sie sich die Vampire vorstellt: dekadent, sexy, bestialisch. Sozusagen: Was Sie schon immer über Vampire wissen wollten, sich aber nie zu fragen trauten.Weniger schön als vielmehr grausam und bösartig sind die Vampire in den Romanen von Nancy Collins. Die Hauptperson ihrer blutigen Romane ist die Vampirin Sonja Blue, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, andere Vampire zur Strecke zu bringen. Ihr gelingt die Entwicklung vom passiven Opfer zum Racheengel.

Die alten, klassischen Vampire sind natürlich nicht tot (nicht umsonst gilt der Vampir als unsterblich). Auch in unserem Jahrhundert befassen sich die Literaten mit ihnen. Als Beispiele seien Barbara Hambly ("Die Jagd der Vampire") und Kim Newman ("Anno Dracula") genannt. Beide Geschichten spielen im - fiktiven - 19. Jahrhundert. Barbara Hambly erzählt von den Schwierigkeiten eines britischen Agenten, der von den Vampiren Londons zur Klärung eines Falls verpflichtet wird, während Newman zeigt, was die Folge eines Versagens von Stokers Van Helsing sein könnte.

Natürlich stellen die eben beschriebenen Autoren nur einen Bruchteil derjenigen dar, die sich mit Vampiren beschäftigen. Merke: Vampire gibt es wie Sand am Meer. Jeder empfindet sie anders. Welchen man zum persönlichen Liebling erklärt, muß also jeder selbst entscheiden.

Was tun bei Blutsauger-Befall?
Die empfohlenen Methoden zum Schutz vor Vampiren sind mannigfaltig. Problematisch für den Ernstfall ist die Tatsache, daß sich die verschiedenen Quellen häufig wiedersprechen. Daher verstehen sich die folgenden Angaben ohne Gewähr.

Grundsätzlich einig sind sich die klassischen Vampirstudien darüber, daß der Vampir die Sonne nicht verträgt. Direkte Sonneneinstrahlung setzt ihn normalerweise in Flammen und führt zum endgültigen Exitus. Manche modernere Quellen geben UV-Lampen als Verteidigungsmöglichkeiten an - gesicherte Erkenntnisse über die Wirkung gibt es leider nicht. Auch liest man von Vampiren, denen das Tageslicht zwar unangenehm ist, die aber dennoch tagsüber einsatzfähig sind, ohne permanente Schäden davonzutragen. Mit der Sonne verwandt ist das Feuer - eine oftmals letale Waffe gegen Vampire. Ob mit Flammenwerfern, Fackeln oder Feuerzeug - wenn richtig entzündet, verbrennt der Vampir zur Gänze. Aber Vorsicht: Angekokelt wird er erst richtig böse.

Eine weitere klassische Tötungsmethode ist das Köpfen des Vampirs. Im allgemeinen eine eher unsaubere Angelegenheit und relativ barbarisch in der Ausführung, wird auch diese Vorgehensweise weitgehend als endgültige Lösung des Blutsauger-Problems betrachtet. Dagegen gibt es über das Pfählen geteilte Meinungen: eine Forschungsrichtung vertritt die These, daß man den Vampir mit dem berühmten Pflock ins Herz tötet, eine andere, daß er dadurch lediglich immobilisiert wird und in der Folge auf andere Weise um die Ecke gebracht werden muß. Klassisch empfohlen wird, den Untoten zu köpfen, den Mund mit Knoblauch zu füllen und die Leiche mit dem Kopf zwischen den Füßen erneut zu bestatten.

Alle anderen Arten der menschlichen Personenvernichtung sind nicht besonders effektiv. Der Vampir zeichnet sich in dieser Hinsicht durch übermenschliche Kraft und überdurchschnittliche Regenerationsfähigkeit aus. Laut manchen Legenden werden Vampire durch Kreuze und Heiliges Wasser in Panik versetzt und können sogar durch Kontakt damit getötet werden. Andere Quellen behaupten, daß diese Methode nur wirkt, wenn der Gegner des Blutsaugers starken Glaubens ist. Ähnlich unsicher ist die altbekannte Knoblauchmethode.

Auch sollen Vampire nach manchen Geschichten nicht in der Lage sein, fließendes Wasser zu überqueren oder einen Raum beziehungsweise ein Gebäude zu betreten, ohne dazu eingeladen worden zu sein. Ob man sich im Ernstfall darauf verlassen möchte, sei jedem selbst überlassen. Zur Erkennung eines Vampirs kann man prüfen, ob er ein Spiegelbild besitzt oder nicht. Allerdings gibt es auch darüber geteilte Meinungen. Nach manchen Quellen besitzt der Vampir die Fähigkeit, sich zu verwandeln. Je nach Gusto bewegt er sich dann als Fledermaus, Wolf oder Nebelstreif fort - was die Verteidigung natürlich empfindlich erschwert.